Kalshi verklagt Illinois vor einem Bundesgericht, nachdem die Gesetzgeber eine neue 15%ige Steuer auf sportbezogene Wettmärkte eingeführt haben, berichtet Decrypt. Das staatliche Gesetz, das ab dem 1. Juli in Kraft treten soll, schafft einen Sportwettenfonds, der 15% der Bruttoeinnahmen von Plattformen einzieht, die Verträge anbieten, die an Sportergebnisse gebunden sind. Kritiker argumentieren, dass dieser Schritt Unternehmen wie Kalshi ins Visier nimmt. Das Unternehmen behauptet, Illinois habe nicht die Befugnis, bundesstaatlich regulierte Märkte zu besteuern. Da die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ebenfalls eine einstweilige Verfügung beantragt, um das Gesetz zu blockieren, deutet die Eskalation auf einen bevorstehenden Konflikt zwischen Bund und Ländern hin.
In der Klageschrift heißt es: „Wenn Kalshi dem neuen Landesgesetz nachkommt, indem es aufhört, seine Sportereignisverträge in Illinois anzubieten, würde das Kalshi in Verletzung der einheitlichen Anforderungen der CFTC bringen“, so Decrypt.
Staatliches Gesetz erweitert die Besteuerung auf sportbezogene Wettmärkte
Am 16. Juni verabschiedete Illinois eine neue Gesetzgebung, die das Sportwetten-Gesetz ändert, um Wettmärkte einzubeziehen, und fügte nicht nur eine Betreiberssteuer, sondern auch eine staatliche Lizenzanforderung hinzu. Nach diesen neuen Regeln müssen alle Betreiber von sportbezogenen Wettmärkten eine 15%ige Abgabe auf ihre Bruttoeinnahmen zahlen, die direkt an einen neu eingerichteten Sportwettenfonds fließt.
Pritzker unterzeichnete das Gesetz Mitte Juni, und die Zahlen zeigen, dass es am 1. Juli in Kraft treten soll – nur noch wenige Tage entfernt. Illinois steht vor der Aussicht, erhebliche neue Einnahmen zu erzielen, da sich Online-Wettmärkte landesweit schnell entwickelt haben, so Decrypt.
Kalshi kämpft gegen staatliche Regulierung und Lizenzanforderungen
Kalshi stellt das neue Gesetz in Illinois in Frage, da es von den Betreibern von Wettmärkten verlangt, eine staatliche Lizenz zu erwerben, die 15%ige Steuer zu zahlen oder das Risiko eines Verbots einzugehen. Die Klage des Unternehmens auf Bundesebene wurde beim U.S. District Court für den Northern District of Illinois eingereicht und behauptet, diese Anforderungen würden „unwiederbringlichen Schaden“ für die Betriebe verursachen. Kalshis Hauptargument stützt sich auf CFTC-Regeln, die einheitliche Vertragsbedingungen in den Bundesstaaten vorschreiben, sodass das Stoppen von Sportereignisverträgen in Illinois das Unternehmen zwingen würde, zwischen widersprüchlichen staatlichen und bundesstaatlichen Anforderungen zu wählen, so Courthousenews.
LATEST: ⚖️ Kalshi sued Illinois and Governor JB Pritzker over a new state law requiring prediction market platforms to get a state license, saying the requirements are preempted by federal law. pic.twitter.com/kEWOPJxC1a
— CoinMarketCap (@CoinMarketCap) June 24, 2026
Darüber hinaus ist Kalshi der Ansicht, dass das Commodity Exchange Act Illinois’ Versuch, Wettmärkte zu regulieren, überlagern sollte – da das bundesstaatliche Regime diese Aufsicht ausschließlich der CFTC überträgt.
CFTC geht ebenfalls gegen das Illinois-Steuergesetz vor
Der rechtliche Schritt der CFTC – ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung – zielt darauf ab, Illinois daran zu hindern, das Steuer- und Lizenzierungssystem durchzusetzen. Mit diesem Antrag schließt sich die CFTC einer laufenden bundesstaatlichen Kampagne an, die nicht nur Illinois betrifft. Auch Arizona und Connecticut stehen im Fokus wegen ihrer Versuche, Wettmärkte auf staatlicher Ebene zu regulieren.
The Trump administration is suing the State of Illinois to stop it from applying its gambling laws to prediction markets such as Kalshi or Polymarket. https://t.co/Zv76hdWyf6
— ABC 7 Chicago (@ABC7Chicago) April 7, 2026
Brancheneinfluss: Finanzielle und operationale Schäden
Das neue Gesetz in Illinois könnte das Geschäftsmodell für Wettmarktplattformen wie Kalshi auf den Kopf stellen. Unternehmen sehen sich nicht nur unmittelbaren Compliance-Kosten gegenüber, sondern auch der Bedrohung durch staatlich verhängte Verbote. Wenn Unternehmen gezwungen sind, Illinois-Bewohner auszuschließen oder Verträge neu zu gestalten, um sich an den neuen Rahmen anzupassen, zeigen veröffentlichte Forschungen, dass die Liquidität leiden könnte und die Plattformen einen Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gesamtmarkt erleben könnten.
Händler verfolgen die Geschichte und haben auf ähnliche Einschränkungen in anderen Märkten hingewiesen, die zu einer reduzierten Handelstiefe und dem Abwandern von hochvolumigen Teilnehmern in freundlichere Jurisdiktionen geführt haben.
Präzedenzfälle und weitere staatliche Maßnahmen
Im ganzen Land beschränkt sich der Konflikt zwischen bundesstaatlicher und staatlicher Regulierung nicht nur auf Illinois.
Nächste Schritte und potenzielle Lösungen
Die realen Auswirkungen von Kalshis Klage und dem Antrag auf einstweilige Verfügung der CFTC werden sich in den kommenden Wochen vor Bundesgerichten abspielen. Sofern rechtliche Schritte die Durchsetzung verzögern, soll die 15%ige Steuer ab dem 1. Juli für Betreiber gelten, während ein Verbot in Illinois für ausgewählte Verträge bis August in Kraft tritt.
Rechtsanwälte und Marktteilnehmer beobachten genau, ob die Bundesrichter die alleinige Aufsicht der CFTC bestätigen oder ob die Bundesstaaten weiterhin ihre eigenen Steuer- und Lizenzstandards durchsetzen können.
Setze bei Google das Häkchen neben stnews.live, damit unsere Berichte in den Top-Meldungen weiter oben erscheinen.
Disclaimer: The content on this page is for informational purposes only and does not constitute financial advice. Always do your own research before making investment decisions.
Elena Petrova is a regulatory correspondent specializing in crypto law and policy with over 10 years of financial journalism experience. Formerly a finance reporter at Reuters, Elena covers SEC enforcement, MiCA implementation, and global stablecoin regulations. She holds a J.D. from Georgetown Law and is a member of the New York State Bar. Her regulatory analysis is frequently referenced by compliance officers and legal teams at major exchanges.
Conflicts of interest
I have no current legal practice or retainer relationships with any cryptocurrency company. Past employment relationships are listed publicly.